
Die Region des Juruá-Tals ist für die globale Bioökonomie von einzigartiger strategischer Bedeutung: Sie vereint eine außergewöhnliche Biodiversität mit einem hohen Grad an Endemismus und beherbergt Arten, die es nirgendwo sonst auf der Erde gibt.
Das indigene Territorium der Puyanawa wirkt dank seiner hohen ökologischen Unversehrtheit wie ein Schutzraum für genetische Ressourcen (Keimplasma).
Die Bedeutung dieses Gebiets geht über den Umweltschutz hinaus: Es geht um die Bewahrung eines einzigartigen genetischen Erbes, dessen Schlüssel zum Verständnis im biokulturellen Gedächtnis der Puyanawa und der anderen hier lebenden Völker liegt.
In diesem indigenen Territorium ist die indigene Schulbildung das wichtigste Mittel zum Schutz vor biologischer und kultureller Erosion – in einer der am stärksten unter Druck stehenden Grenzregionen Amazoniens.
Escola Ixubãy Rabuī Puyanawa
Räumliche Ausstattung der Schule.
200 m², 8 Klassenräume, 1 Bibliothek.
Vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe.
22 indigene Lehrkräfte
200 Schülerinnen und Schüler
Netzwerk der Hüterschulen Amazoniens
- 1
Technische Ausstattung für indigene Schulen
Spende von Computern, Antennen, Kameras, Projektoren und Bildschirmen für den Fernunterricht.
- 2
Stipendien für indigene Lehrkräfte
- 3
Digitale Inklusion und digitale Bürgerschaft
Digitales Lernen zur Wartung von Geräten und digitaler Ausstattung sowie zur Nutzung inklusiver digitaler Technologien.
- 4
Verbindung mit Schulen im globalen Norden
- 5
Digitale und wissenschaftliche Grundbildung
Kritische digitale Kompetenz: gemeinsames Forschen
- 6
Begleitung von Projekten indigener Lehrkräfte
Unterstützung von Projekten, die Technologie und künstliche Intelligenz zur Bewahrung des kulturellen und genetischen Erbes einsetzen.
- 7
Workshops zur Umweltbildung
Abfall, Wasser, Klima und Sorge für das Land – ausgehend von den Materialien der indigenen Lehrkräfte und der Wirklichkeit jedes Dorfes.
- 8
Psychische Gesundheit und Gemeinschaftsleben im Umgang mit Bildschirmen
Workshops mit Jugendlichen, Familien und der Gemeinschaft über die Nutzung der Geräte und die Ankunft des Satelliteninternets in den Dörfern.
REGA (span. Red de Escuelas Guardianas de la Amazonía, Netzwerk der Hüterschulen Amazoniens) wurde 2017 offiziell gegründet – nach mehreren Jahren ehrenamtlicher Arbeit gemeinsam mit indigenen Völkern.
Diese Erfahrung, die sich nun endlich auf weitere Völker ausweitet, zeigt: Interkulturelle Bildung kann über Grenzen hinweg zu einem Werkzeug des Wandels werden – um Bewusstsein zu schaffen, Identitäten zu stärken, dauerhafte Verbindungen zu knüpfen und eine kritischere und empathischere Weltbürgerschaft zu fördern, die sich für eine nachhaltige Zukunft unseres Planeten einsetzt.
Ausweitung im Juruá
Die indigenen Gebiete im Tal des Juruá (Acre, Brasilien), wo das Netzwerk wächst. Fahren Sie über eine Nummer oder tippen Sie darauf, um sie auf der Karte zu finden.
Quelle: Organisation der indigenen Völker des Flusses Juruá (OPIRJ)
Projekte unter der Leitung indigener Lehrkräfte
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