Das Netzwerk der Hüterschulen Amazoniens verbindet Schulen in Spanien mit indigenen Schulen und Gemeinschaften in Amazonien, um dauerhafte Bildungsbeziehungen rund um Interkulturalität, Sprachen, Erinnerung, Territorium, Biodiversität, Menschenrechte, Weltbürgerschaft sowie sozial-ökologische und Klimagerechtigkeit aufzubauen.
Das Netzwerk fördert aktives, kontextbezogenes und fächerübergreifendes Lernen durch Lehrkräftefortbildung, gemeinschaftlich genutzte digitale Werkzeuge, technische Begleitung, eigene Lernmaterialien, Umweltaktivitäten und Schulaustausch. Jeder Prozess richtet sich nach den Bildungsprioritäten, den Sprachen, dem Tempo und den Entscheidungen der beteiligten Gemeinschaften und Schulen und fördert so gegenseitiges Lernen und den Dialog zwischen unterschiedlichen Lebenswelten.
Technologie ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug im Dienst der Bildung, der Selbstbestimmung der Gemeinschaften, der Erstellung eigener Materialien und des verantwortungsvollen Umgangs mit Bildern, Stimmen, Erzählungen und traditionellem Wissen. Diese Sichtweise geht von der gegenseitigen Abhängigkeit von Kulturen, Territorien und Ökosystemen aus, steht im Dialog mit Prinzipien wie dem „Buen Vivir“ (gutes Leben) und knüpft an die wachsende Anerkennung der Rechte der Natur und den Schutz der Lebenssysteme an.
In Spanien bietet das Netzwerk Grund- und weiterführenden Schulen Angebote, um sich mit den kollektiven Rechten indigener Völker und den Zusammenhängen zwischen Territorium, Konsum, Technologie und Gemeinschaftsleben zu befassen. Der Austausch mit Schulen in Amazonien ermöglicht es, diese Fragen anhand konkreter Erfahrungen zu behandeln, Stereotype zu hinterfragen und das interkulturelle Zusammenleben zu stärken.
Der Austausch ist als Raum wechselseitigen Lernens gedacht, in dem jede Schule und jede Gemeinschaft aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit heraus teilnimmt. Über das Wissen und die Erfahrungen, die die indigenen Gemeinschaften teilen möchten, lädt das Netzwerk dazu ein, andere Weltanschauungen, die Prinzipien des „Buen Vivir“ und Beziehungen zum Territorium kennenzulernen, die auf Fürsorge, Gegenseitigkeit und gegenseitiger Abhängigkeit beruhen. Dieser Dialog regt auch dazu an, über die Anerkennung der Natur als Rechtssubjekt und die damit verbundene gemeinsame Verantwortung nachzudenken.
Unser Weg
Ein Netzwerk, das seit 2016 Schulen in Katalonien und im Juruá-Tal (Acre, Brasilien) verbindet
- Katalonien
- Amazonien · Juruá-Tal
- 2016
Gründung von Guardians de l’Amazònia
Der Verein wird gegründet, und im Dorf der Puyanawa wird das Album mit traditionellen Gesängen aufgenommen.
- 2017
Das Schulnetzwerk entsteht
Erste Besuche von Puyanawa-Anführern in katalanischen Schulen, über die TV3 und El Periódico berichten.
- 2018
Eine Geschichte für den Unterricht
Besuche von Puwe und Vari in den Schulen und Veröffentlichung der Geschichte «Els Puyanawa i l’Eruga de colors – Hêda Cêkaya».
- 2019
Schulaustausch
Erster Austausch zwischen der Escola Ixubãy Rabuī Puyanawa und katalanischen Schulen sowie Treffen der Hüterschulen am Strand La Mora.
- 2022
Fotoausstellung und Erzählstunden
Fotoausstellung «Poble Puyanawa» und Erzählstunden zu «Els Puyanawa i l’Eruga de colors – Hêda Cêkaya» in Bibliotheken und Schulen.
- 2022
Das Pilotprojekt entsteht
Konzeption eines Pilotprojekts für digitale Inklusion, Lehrkräftefortbildung und Umweltbildung mit der Escola Ixubãy Rabuī Puyanawa, damit ihre Lehrkräfte Technologie im Dienst ihrer Kultur und ihrer Gemeinschaft nutzen können.
- 2023
Internetanbindung und Fortbildung an der Escola Ixubãy
Mit Unterstützung des Fons Català de Cooperació al Desenvolupament beginnen die Verbesserung der Internetanbindung und die Fortbildung der Lehrkräfte der Schule.
- 2024
Bestandsaufnahme und neue Besuche
Bestandsaufnahme mit der Fundación Txai an der Escola Ixubãy. Puwe und Txuku Puyanawa besuchen die Schulen Guillem de Claramunt und El Palau.
- 2025
Digitale Inklusion und Grundbildung
22 indigene Lehrkräfte fortgebildet (52 Stunden, 3 Module) und interkulturelle Videokonferenzen mit katalanischen Schulen.
- 2026
Projekte unter der Leitung indigener Lehrkräfte
Begleitung bei der Projektentwicklung, neue Videokonferenzen – etwa mit der Escola Sant Cristòfor in Begues – und Ausweitung des Netzwerks auf das Volk der Nukini.

Kampagne „Das Netzwerk wächst mit dir“
Wir suchen 50 regelmäßige Fördernde in diesem Schuljahr
Ein monatlicher Beitrag, auch ein kleiner, ermöglicht es uns, das Schuljahr zu planen, ohne auf eine Förderung angewiesen zu sein.
Werden Sie Teil von EiAmazonia
Unterstützerinnen und Unterstützer, Ehrenamtliche, Schulen, indigene Gemeinschaften, Fachleute, Institutionen und Unternehmen können sich auf verschiedene Weise am Netzwerk beteiligen. Entdecken Sie die Möglichkeiten der Zusammenarbeit und finden Sie die, die am besten zu Ihnen oder Ihrer Organisation passt.






















